Echte Energie sparen
Donnerstag, 28. Mai 2009Greenwashing, also fälschlicherweise mit einem grünen Image zu werben, scheint in aller Munde zu sein. Noch nie zuvor wurde die Gesellschaft, die Politik, die Produkte und deren Public Relations so auf ein Umweltbewusstsein eingestellt. Nach und nach bildet sich eine Sensibilität für die Themen Umweltschutz und Ressourcensparsamkeit aus, die bald auch in den einfachen Haushalten und bei kleinen Kaufentscheidungen bestimmend sein könnte. In der Erinnerung sind noch die Bilder der Greenpeaceaktionen der 1990er eingebrannt, die Schlauchboote zum Beispiel, die Shell-Plattformen umrunden um den Energiekonzernen den Kampf anzusagen. Heute scheinen genau diese Firmen schnurrende Kätzchen der Ökowelle zu sein, werben sie doch mit geringer(er) CO2 Emission, Energie sparenden Produkten und befriedigen so nicht nur den Kundenwunsch durch ihre Produktpalette, sondern auch das grüne Gewissen. Doch sind dies meist nur werbewirksame Maßnahmen, die zwar ein umweltschonendes Versprechen abgeben, aber nur eine geringe Verbesserung der Produkte hinsichtlich CO2 Emission oder gar nur eine Schönfärberei von falschen Tatsachen darstellen. Es fällt mehr und mehr schwer sich durch diesen Öko-Dschungel durch zu informieren, es ist ja mittlerweile, so scheint es, alles energiesparsam(er). Wo findet man da noch ernsthafte und realsparende Angebote, die nicht nur im grünen Werbeslogan aufgehen sondern tatsächlich ehrliche merk- und messbare Effekte hinterlassen?
Vielleicht sollte man sich auf grundlegende Punkte konzentrieren. Energie sparen und einen Beitrag für die Umwelt leisten, beginnt eben auch in jedem Haushalt und Eigenheim.
Mit Energiesparlampen kann ein kleiner, aber langfristig und in der Menge außerordentlich guter Beitrag zur Reduktion der Energieproduktion geleistet werden. Um Beleuchtung auch nur dann zu nutzen, wenn sie wirklich gebraucht wird, ist die Installation einer Lichtsteuerung sinnvoll. Lampen und Beleuchtungen werden zeitlich oder funkgesteuert an oder ausgeschaltet. Bei hellem Sonnenlicht wird das elektrische Licht gedimmt und somit weniger Energie benötigt. Elektronik Produkte dafür werden einfach als Zwischenstecker ohne Werkzeuge leicht montiert.
Vielfach fehlt auch einfach ein Gefühl für die Menge an Ressourcen und Energie, die im Haushalt aufgewendet werden und die Kosten bei der jährlichen Abrechnung stehen dann nicht mehr im kausalen Zusammenhang zu dem einzelnen Energienutzen. Mit Energie-Monitoren kann dabei der Energieverbrauch für jedes Gerät zu jeder Zeit kontrolliert werden.
Im Bereich der Haussteuerung kann desweiteren die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und andere Umwelt Bedingungen gemessen und an eine extra Funk Wetterstation ausgeben werden und somit nicht nur ein optimales Raumklima beibehalten sondern eben auch die Heizenergie und -kosten auf ein sinnvolles Niveau eingestellt werden. Automatisierte Elektronik-Thermostaten stellen dabei Heizungen auf die individuellen Wünsche ein. Die Installation ist dabei einfach und kinderleicht. Das Energie sparende Thermostat wird statt des herkömmlichen Ventils montiert und mit den gewünschten Heiz- und Sparzeiten programmiert.
In der Summe erfährt diese Umstellung auf einen kontrollierten Energieverbauch in der Wohnung und im Haus einen realen und ehrlichen Beitrag zur Senkung der Energieproduktion also der CO2 Emission sowie zur Kostenersparnis.

Eine aktuelle Studie der Experten des Uno-Klimarats (IPCC) zeigt erneut auf, wie dramatisch die globale Klimasituation ist. Die weltweite Klimaveränderung ist weitaus gravierender als bisher angenommen. Fazit des Berichts: Die Erde muss sich nicht, wie es bisher vermutet wurde, bis zwei Grad aufheizen, damit es zu extremen Wetterlagen wie vermehrten Hitzewellen, Trockenzeiten und Überschwemmungen kommt, sondern hierfür reicht bereits ein Anstieg der Durchschnittstemperaturen von weniger als einem Grad. Laut Studie ziehen bereits geringfügige weitere Anstiege der globalen Durchschnittstemperatur schwere Folgewirkungen nach sich. Was heute an Klimaerwärmung verursacht wird, wirke 1000 Jahre nach.