Aus Zwei mach Eins: Blockheizkraftwerke
Mittwoch, 21. Januar 2009Seit dem 1. Januar 2009 werden Blockheizkraftwerke durch das „Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung”, kurz Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz, staatlich gefördert. Dieses Gesetz trägt sehr stark zu einer wirtschaftlichen Betriebsweise von KWK-Anlagen bei und trat unter anderem in Folge einer Studie in Kraft, die von dem Bundesumweltministerium in Auftrag gegeben wurde.
Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass die CO2-Bilanz von Atomstrom sehr viel weniger klimafreundlich sei als von den Befürwortern behauptet wird. Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW kritisierte die „Klima-Propaganda” der Atomindustrie als „sachlich falsch und energiepolitisch gefährlich”. Der vermeintliche Klimaschutzvorteil von Atomstrom relativiere sich schon dadurch, dass Haushalte neben Strom auch Wärme bräuchten, die sie dann aus anderweitigen Quellen beziehen müssten. Zudem betonte die IPPNW, dass die weltweit 435 Atomkraftwerke zu weniger als 3 Prozent der Energieversorgung beitragen und es der Atomindustrie lediglich um Marktmacht und den eigenen Profit ginge.
Blockheizkraftwerke (BHKW) stellen hingegen eine Möglichkeit zur alternativen Stromversorgung dar, es handelt sich um Stromerzeuger, die neben dem Strom auch Wärme erzeugen und trotzdem weniger CO2 pro Kilowattstunde als Atomstrom ausstoßen. Durch einen Verbrennungsmotor wird ein Generator angetrieben, der Strom erzeugt. Die hierbei entstehende Wärme kann sodann für die Heizung oder das Warmwasser genutzt werden, während der erzeugte Strom bei einem Überschuss in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann. Der Wirkungsgrad eines BHKW kann so bis zu 95 Prozent erreichen – zum Vergleich: Die Wirkungsgrade von Kohle- oder Gaskraftwerken liegen nur bei circa 36 Prozent.
Das Blockheizkraftwerk ist somit eine gute, umweltfreundliche Lösung für die Erzeugung von sowohl Strom als auch Wärme und wird mittlerweile selbst für Ein- und Zweifamilienhäuser angeboten, welche so Unabhängigkeit von den jeweiligen Netzanbietern erlangen und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun können.
