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Der Traum vom eigenen Fachwerkhaus

Montag, 09. Februar 2009

Fachwerk und Fachwerkhäuser

Seit etwa Anfang des 12. Jahrhunderts werden in Deutschland Fachwerkhäuser gebaut. Bei der Fachwerktechnik wird zunächst eine Fachwerkkonstruktion aus Holzbalken aufgebaut. Die Zwischenräume, die so genannten Gefachen (daher auch der Name), werden entweder mit Holzgeflecht und Lehmbewurf ausgefüllt, mit Lehmbausteinen verbaut und verputzt oder mit Ziegelsteinen ausgemauert. Die Ausfachung mit dem Baustoff Lehm erfolgte vor allem in früheren Zeiten. Da die Verarbeitung des Materials nicht sehr billig ist, wird heutzutage meistens auf Ziegel zurückgegriffen. In Mitte des 16. Jahrhunderts hat der Fachwerkbau seine Blütezeit erreicht, er wurde dann nach und nach vom Steinbau verdrängt.

Heute findet das Wohnen in Fachwerkhäusern wieder viele Anhänger. So werden neben der Restaurierung alter Fachwerkhäuser, zunehmend auch wieder Fachwerk Neubauten errichtet. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sehr häufig fällt die Entscheidung für ein Fachwerkhaus ganz einfach aus dem Bauch heraus. Der besondere Charme und das rustikale Aussehen stehen für ein ganz besonderes Wohnerlebnis. Einmalig schön und individuell werden die Häuser durch kunstvolle Verzierungen, wie zum Beispiel Schnitzereien, Schriften, Zeichen und Symbole. Vor allem die Kombination aus Altem und Neuem ist für viele Fachwerkliebhaber reizvoll. Trotz traditioneller Handwerkskunst, muss auf eine hochmoderne technische Ausstattung des Hauses keinesfalls verzichtet werden. Für viele Eigenheimbesitzer ist der Fachwerkbau auch die perfekte Alternative zum massiven Steinbau oder dem reinen Holzhaus. So bietet der Baustoff Holz beste Wohnqualität durch eine besondere Behaglichkeit und ein angenehmes Raumklima. Er entzieht der Raumluft überschüssige Feuchtigkeit oder gibt sie wieder zurück, sobald die Luft zu trocken ist. Eine gute und erfahrene Fachwerkhaus Zimmerei wird nur natürliche Baustoffe in ökologischer Bauweise verarbeiten, so dass das Objekt vorbildliche baubiologische Eigenschaften aufweist. Fachwerkhäuser sind also optimal für Allergiker und Kinder.

Wer sich für ein altes Fachwerkhaus entscheidet, sollte einiges beachten. Steht das Haus unter Denkmalschutz? Dann sollte man bedenken, dass bei der Renovierung häufig viele Auflagen einzuhalten sind, die den eigenen Ideen oft nur wenig Spielraum lassen. Ebenso stellt sich die Frage, wie hoch die zu erwartenden Renovierungskosten sind. Besitzt das Haus versteckte Mängel? Von Vorteil ist es auf jeden Fall, bei der Besichtigung einen erfahrenen Fachmann hinzu zu ziehen. Mitunter ist ein Neubau sogar preisgünstiger. Auch Eigenleistungen können hervorragend eingebracht werden. Und durch die Vorfertigung der Bauteile können, trotz individueller Grundrisswünsche und Hausansichten, Preis und Bauzeit gering gehalten werden.

Da wird der Traum vom eigenen Fachwerkhaus vielleicht schon bald Wirklichkeit!