Bioenergie – Eine umwelt- und wirtschaftspolitische Lösung
Donnerstag, 30. Juli 2009Umweltverschmutzung durch Schadstoffausstoß, Erderwärmung und Klimawandel – all dies wird oft im Zusammenhang mit der Nutzung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas diskutiert. Insbesondere der weltweite CO2-Ausstoß durch die Verbrennung dieser Energieträger wird von vielen Seiten mit Besorgnis betrachtet.
Neben der Problematik der Umweltverschmutzung durch fossile Brennstoffe tritt die begrenzte Verfügbarkeit dieser Energielieferanten und die somit ungewisse Zukunft der Energieversorgung immer stärker auf den Plan.
Im Zuge dieser Bedenken wurden Alternativen zu den bisher bekannten Energieträgern gesucht.

Neben der Wind- und Solarenergie gilt die Bioenergie als zukunftsweisende und vor allem regenerative Energieform. Bioenergie, zum Beispiel Biogas, wird aus organischen Abfällen und nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. In einer Biogasanlage werden diese Rohstoffe in einem anaeroben Prozess zu Biogas umgewandelt. Dieses Biogas kann für die Strom- und Wärmeversorgung sowie als Kraftstoff eingesetzt werden. Bioenergie ist nicht nur ein innovatives umweltpolitisches Konzept, sondern auch Teil einer jungen und aufstrebenden Wirtschaftsbranche, die nun im Zuge der Wirtschaftskrise an Ansehen gewonnen hat. Wer bis dahin dachte, dass Klimaschutz und Wirtschaft ewige Konkurrenten wären, muss sich nun eines Besseren belehren lassen.
Mit Klimaschutz lassen sich auch Arbeitsplätze schaffen und das Wirtschaftswachstum ankurbeln. So waren im Jahre 2008 ca. 278.000 Menschen in der Bioenergie-Branche beschäftigt. Bis zum Jahre 2020 will die deutsche Erneuerbare-Energien-Branche insgesamt 500.000 Menschen beschäftigen und 200 Mrd. Euro in Anlagen zur Nutzung der Erneuerbaren Energien investieren.
Das sind also nicht nur gute Nachrichten für die Umwelt, sondern auch für die Arbeitsmarktpolitik.

Eine aktuelle Studie der Experten des Uno-Klimarats (IPCC) zeigt erneut auf, wie dramatisch die globale Klimasituation ist. Die weltweite Klimaveränderung ist weitaus gravierender als bisher angenommen. Fazit des Berichts: Die Erde muss sich nicht, wie es bisher vermutet wurde, bis zwei Grad aufheizen, damit es zu extremen Wetterlagen wie vermehrten Hitzewellen, Trockenzeiten und Überschwemmungen kommt, sondern hierfür reicht bereits ein Anstieg der Durchschnittstemperaturen von weniger als einem Grad. Laut Studie ziehen bereits geringfügige weitere Anstiege der globalen Durchschnittstemperatur schwere Folgewirkungen nach sich. Was heute an Klimaerwärmung verursacht wird, wirke 1000 Jahre nach.